Aktuelle Studie des ASC: Verbraucher halten Siegel als Nachweis für wichtig

24|07|2014

Laut einer vor kurzem erstellten Studie essen deutsche Verbraucher mehr Meeresfrüchte und halten ein Siegel auf der Verpackung für wichtig.

  

In der ersten Studie, die vom Aquaculture Stewardship Council (ASC) in Auftrag gegeben wurde, betrachteten die Marktforscher das Bewusstsein von Fischkäufern und ihr Verständnis des ASC-Siegels sowie dessen Einfluss auf das Kaufverhalten in Deutschland über die letzten zwei Jahre.

Das ASC-Siegel zeigt, dass Meeresfrüchte aus verantwortungsvoller Zucht stammen und die Prüfung der strengen ASC-Anforderungen bezüglich Mensch und Umwelt bestanden wurde. Es sendet eine starke Botschaft an die Verbraucher hinsichtlich der umweltfreundlichen und sozialen Integrität der Erzeugnisse, die sie kaufen.

„Die Ergebnisse waren sehr positiv und zeigten, dass in der kurzen Zeit, in der das Verbraucherlabel auf Erzeugnissen in Deutschland verwendet wird, etwa ein Viertel aller Fischkäufer mit ihm vertraut geworden sind. Das ASC-Logo bietet auch größere Sicherheit, und die Mehrheit der Verbraucher hatte das Gefühl, dass das Logo etwas Positives über die zertifizierten Meeresfrüchte aussagt“, sagte Chris Ninnes, CEO von ASC. „Es gab auch eine Steigerung von 6 % auf 13 % bei der Anzahl der Fischkäufer, die die Bedeutung des ASC-Siegels korrekt bestimmen konnten, nämlich, dass es sich auf Zuchtfische bezieht. Dennoch müssen wir weiterarbeiten, um sicherzustellen, dass noch mehr Verbraucher ein Verständnis für die Sicherheit hinsichtlich verantwortungsvoller Bezugsquellen und Umweltschutz, beispielsweise in gefährdeten Küstengebieten, die unser Zertifikat ihnen auf den Tisch bringt, erhalten“, fügt er hinzu.

Die interviewten Personen berichteten, dass eine verantwortungsvolle Verwendung von Antibiotika, Vermeidung von Umweltverschmutzung und regelmäßige Überprüfungen der Fischfarmen weiterhin die wichtigsten Aspekte sind, wodurch ihr Vertrauen in verantwortungsvoll gezüchteten Fisch gewonnen wird. „Das ist beruhigend, da es genau das verkörpert, was wir von ASC tun“, erklärt Ninnes.

Hälfte der angebotenen Meeresfrüchte stammt aus Zucht

Vor einem Jahr wurde berichtet, dass 30 % der Verbraucher einmal oder mehrmals in der Woche Fisch kaufen, aber bis März 2014 hatte sich diese Zahl auf 37 % erhöht.

Etwa die Hälfte aller Meeresfrüchte, die im Einzelhandelssektor zum Verkauf angeboten werden, stammt inzwischen aus der Zucht. ASC wurde 2010 mit der Mission gegründet, die weltweiten Märkte für Meeresfrüchte durch die Verbesserung globaler Standards von Erzeugnissen aus Aquakultur, die Steigerung der Erhältlichkeit von zertifizierten, verantwortungsvoll erzeugten Meeresfrüchten und die Förderung der Verwendung des ASC-Logos zu transformieren.

Die Arbeit des ASC ist besonders wichtig, da laut einem neuen Bericht des World Resources Institutes der Prozentsatz der gezüchteten Meeresfrüchte weiterhin steigen wird. Er besagt, dass die Erzeugung aus Aquakulturen bis 2050 um 113 Prozent steigen muss, um den weltweiten Bedarf zu decken. Seit im August 2012 die ersten ASC-zertifizierten Erzeugnisse auf den Markt kamen, befindet sich Deutschland unter den drei führenden Ländern der Welt hinsichtlich des Produktangebots. Derzeit sind 160 verschiedene Pangasius-, Tilapia- und Lachserzeugnisse erhältlich. ASC-zertifizierte gezüchtete Garnelen werden dieses Angebot noch übertreffen, wenn sie Ende 2014 auf den Markt gebracht werden. Fisch- und Muschelfarmern, die ihre Erzeugnisse auf dem deutschen Markt verkaufen wollen, bietet das ASC-Programm den Nachweis für verantwortungsvolle Produktion, der von den Einzelhändlern verlangt wird. Das ASC-Logo wiederum trägt dazu bei, dass das Vertrauen der Konsumenten in ihren Einzelhändler gestärkt wird.

Anfang Juni 2014 gab es weltweit 1.080 vom ASC anerkannte Erzeugnisse sowie 80 zertifizierte Farmen.

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