Indem Fischzüchter daran gehindert werden, Antibiotika als Präventivmaßnahme einzusetzen, kann die Verbreitung der Antibiotikaresistenz – eines der größten Risiken für die menschliche Gesundheit – eingedämmt werden.

Der ASC verbietet den wahllosen Einsatz von Antibiotika. Durch das Verbot des Einsatzes von Antibiotika als Präventivmaßnahme kann die Verbreitung der Antibiotikaresistenz eingedämmt werden. Diese wurde in Bezug auf den Menschen als eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts identifiziert.

Antibiotika werden in der Tierzucht häufig auf unangemessene Weise eingesetzt: Es wird versucht, dem Entstehen von Krankheiten vorzubeugen oder das Wachstum zu fördern – genauso wie sie manchmal auch von Menschen missbraucht werden. Je häufiger sie jedoch zum Einsatz kommen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Bakterien eine Resistenz gegen die Antibiotika entwickeln.

Anforderungen zum Einsatz von Antibiotika in den ASC-Standards

Daher sollte nur dann auf Antibiotika zurückgegriffen werden, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Das ASC-Verbot regt Züchter außerdem dazu an, verantwortungsvollere Methoden zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Förderung der Fischgesundheit zu finden.

Die ASC-Standards stellen sicher, dass Fischzüchter den Einsatz von Antibiotika beschränken und die Wasserqualität sowie die Fischgesundheit überwachen. ASC-zertifizierte Farmen dürfen generell nur dann Medikamente einsetzen, wenn ein qualifizierter Tierarzt oder Experte für Fischgesundheit eine Krankheit diagnostiziert hat. Dies schließt gesetzlich zugelassene Medikamente mit ein.

Darüber hinaus gibt es bestimmte Antibiotika, die auf einer ASC-zertifizierten Farm niemals zum Einsatz kommen dürfen. Dabei handelt es sich um diejenigen Antibiotika, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „critically important“ (unerlässlich) klassifiziert wurden. Diese sind nach Einschätzung der WHO so wichtig für die Humanmedizin, dass sie nicht verwendet werden dürfen, um zu verhindern, dass Bakterien eine entsprechende Resistenz entwickeln. Deshalb dürfen ASC-zertifizierte Farmen Behandlungen mit diesen Antibiotika unter keinen Umständen durchführen.

ASC-zertifizierte Garnelenzüchter dürfen für Garnelen mit dem ASC-Siegel übrigens ebenso überhaupt keine Antibiotika verwenden.

Gesundheitspläne reduzieren den Einsatz von Antibiotika

ASC-zertifizierte Farmen müssen einen umfassenden Gesundheitsplan für ihre Tiere erstellen, der Punkte wie eine gesunde Artenvielfalt rund um die Fischfarm, Überleben und Gesundheit von Zuchtfischen, Wasserfilterung, Ursprung und Zustand von Jungfischen berücksichtigt. Durch Förderung dieses ganzheitlichen Ansatzes in Bezug auf die Fischgesundheit sind die Farmen weniger stark auf den Einsatz von Antibiotika angewiesen.

Wenn Sie mehr über die spezifischen Anforderungen der einzelnen ASC-Standards erfahren möchten, können Sie die Standards, die Sie interessieren, bequem herunterladen. Sie finden alle elf ASC-Standards für die verschiedenen Arten hier.

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