Unsere ASC-Farmstandards belohnen Aquakulturproduzenten, die sowohl ihre Tiere als auch ihre Mitarbeiter und Nachbarn sowie das umgebende Ökosystem mit Respekt behandeln.

Der Schutz der Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere in Zuchtbetrieben ist ein Thema, das uns alle angeht. Zudem gibt es zahlreiche Überschneidungen zwischen ökologisch verantwortungsvollen Verfahren und dem Wohlergehen der Tiere. Mit anderen Worten, was gut für die Umwelt ist, ist oft auch gut für die Fische.

Die ASC-Standards enthalten eine Reihe von Anforderungen, die die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere fördern. Nachstehend einige Beispiele:

  • Regelmäßig zu überprüfende Managementpläne für die Fischgesundheit
  • Regelmäßige Besuche von qualifizierten Tierärzten
  • Strenge Auflagen in Bezug auf die regelmäßige Überwachung und Aufrechterhaltung der Wasserqualität
  • Verbot des präventiven Einsatzes von Antibiotika, d. h., die Farmen müssen auf natürliche Weise für die Gesundheit der Fische sorgen
  • Eingehende Untersuchung aller unerklärlichen bzw. unerwarteten Todesfälle
  • Erfüllen der Anforderungen an die Besatzdichte für Pangasius
  • Verbot, gefährdete Säugetiere oder Vögel auf oder nahe der Farm zu töten

Ein neuer Farmstandard für mehr Tierwohl

Weil dies ein so wichtiges Thema ist, möchten wir noch einen Schritt weitergehen: Wir werden spezifische Anforderungen in Bezug auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Fische entwickeln. Sie werden Bestandteil unseres neuen vereinheitlichten Farmstandard sein, der für alle ASC-zertifizierten Farmen gilt. Fischzüchter müssen die Anforderungen an das Tierwohl erfüllen, um die ASC-Zertifizierung zu erhalten.

Das Fischwohl ist ein noch relativ neuer Forschungsbereich und es gibt vieles, das wir nach wie vor nicht wissen. Die Untersuchungen werden daher kontinuierlich ausgeweitet. Der ASC macht sich die daraus gewonnenen Erkenntnisse zunutze, leistet aber auch selbst einen Beitrag.

Um die neuen Anforderungen zu entwickeln, wurde eine „technische Arbeitsgruppe“ ins Leben gerufen. Diese besteht aus Akademikern, Fischzüchtern, Branchenvertretern, Umwelt- und Tierschutzgruppen, die sich die neuesten Forschungsergebnisse, öffentliche Konsultationen sowie ihre eigene Erfahrung zunutze machen, um die Anforderungen an das Fischwohl zu konzipieren.

Die Arbeitsgruppe berücksichtigt dabei unterschiedliche Aspekte, die sich auf das Fischwohl auswirken könnten. Nachstehend einige Beispiele:

  • Transport
  • Handhabung
  • Haltung
  • Richtige Dichte in der Fischhaltung, z. B. weder zu wenige noch zu viele Fische
  • Wasserqualität
  • Schlachtmethoden

Der ASC arbeitet darüber hinaus eng mit Partnerorganisationen zusammen, um weitere Informationen zum Thema Fischwohl zusammenzutragen und die diesbezüglichen Forschungsaktivitäten auszuweiten. Beispielsweise ist sehr wenig darüber bekannt, was die humanste Methode zum Betäuben und Schlachten von Pangasius ist. Der ASC ist Teil einer Forschungsgruppe, die diesen Aspekt in Vietnam untersucht.

Über das Tierwohl in der Aquakulturbranche gibt es noch viel zu lernen und der ASC beteiligt sich aktiv an diesem spannenden Prozess.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Fischwohl-Projektseite.

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