Die Fischzucht spielt eine wichtige Rolle für die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung, ohne dem Planeten zu schaden – solange sie verantwortungsvoll durchgeführt wird.

Die Weltbevölkerung hat sich in den letzten 100 Jahren vervierfacht und wird laut einer Schätzung der UNO bis zum Ende des Jahrhunderts auf 10,9 Milliarden Menschen anwachsen. Daher lautet die große Frage: Wie können wir so viele Menschen ernähren?

Zusätzlich verkompliziert wird das Ganze durch den negativen Einfluss, den wir Menschen auf die Umwelt und den Klimawandel haben können. Vieles davon lässt sich auf unsere Praktiken der Lebensmittelproduktion zurückführen.

Eine bessere Frage würde also lauten: Wie können wir so viele Menschen ernähren und gleichzeitig die Umweltbelastungen auf ein nachhaltiges Niveau reduzieren und die Erde für zukünftige Generationen schützen? 

Die Rolle einer verantwortungsvollen Aquakultur
Diese Fragen sind komplex und es sind viele Maßnahmen erforderlich, um unseren Einfluss auf die Umwelt zu reduzieren und um dennoch dazu in der Lage zu sein, eine wachsende Weltbevölkerung zu versorgen. Dabei spielt eine verantwortungsvolle Fischzucht (Aquakultur) eine wichtige Rolle, da sie z.B. den Druck auf Wildfischbestände lindern kann, während sie gleichzeitig eine gesunde, kostengünstige Proteinquelle für die Ernährung der Welt bietet. Zudem weist die Produktion von Fisch und Meeresfrüchten in der Regel eine geringere CO2-Bilanz auf als die Fleischproduktion an Land und beansprucht aus naheliegenden Gründen weniger Landfläche.

Die Geschichte der Aquakultur reicht mehrere Tausend Jahre zurück. Jedoch hat sie als Branche erst in den letzten Jahren wirklich an Bedeutung gewonnen, was einerseits auf technologische Fortschritte, andererseits auf den zunehmenden Druck, der auf den weltweiten Wildfischbeständen lastet, zurückzuführen ist.

Schon heute stammt mehr als die Hälfte des weltweit verzehrten Proteins aus Fisch und Meeresfrüchten aus Aquakultur – und dieser Anteil nimmt Jahr für Jahr zu.

Zudem hat die Aquakultur das Potenzial, einen Großteil des zusätzlichen Proteins, das die Welt zur Ernährung ihrer stetig wachsenden Bevölkerung benötigen wird, bereitzustellen. Für die Entwicklungsländer ist dies schon heute ein wichtiges Thema: Laut Angaben der UN entfällt die Hälfte des tierischen Proteins, das in vielen Entwicklungsländern verzehrt wird, auf Fisch und Meeresfrüchte. Dies gilt insbesondere für kleine Inseln.  

Verantwortungsvolle Aquakultur: die Rolle des ASC
Doch – wie in der Lebensmittelproduktion generell unvermeidbar – hat auch die Zucht von Fisch und Meeresfrüchten Folgen für Umwelt und Gesellschaft. Sei es durch Wasserverbrauch, Verschmutzung oder den übermäßigen Einsatz von Chemikalien und Medikamenten. Wenn also die Aquakultur eine der Lösungen für die weltweit gestiegene Nachfrage nach Lebensmitteln sein soll, muss sie auf verantwortungsvolle Weise betrieben werden. An dieser Stelle kommt der ASC ins Spiel.

Wir beim ASC möchten die Branche dabei unterstützen, ihrer entscheidenden Rolle bezüglich der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung gerecht zu werden. Und zwar in einer Weise, die den Planeten und seine Bewohner respektiert und dem Klimawandel vorbeugt. Wir setzen Standards und nutzen ein unabhängiges Zertifizierungsverfahren, das gewährleistet, dass alle Produkte, die Sie erwerben und verzehren, verantwortungsvoll produziert wurden, ohne lokalen Gemeinschaften, Arbeitnehmern oder der Umwelt zu schaden.

Halten Sie nach dem ASC-Siegel Ausschau
Wenn Sie, wie wir Fisch und Meeresfrüchte lieben und sicherstellen möchten, dass Produkte aus verantwortungsvoller Zucht einen entscheidenden Beitrag zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung leisten, müssen Sie beim Einkauf und Restaurantbesuch nur nach dem ASC-Siegel Ausschau halten. Sollte das Siegel fehlen, fragen Sie nach, warum das so ist.

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