Die Aquakulturbranche beschäftigt 20,5 Millionen Menschen in aller Welt!

Es ist zwingend erforderlich, dass Organisationen wie der ASC dazu beitragen, das Wohlergehen der im Fisch- und Meeresfrüchtesektor Beschäftigten sowie der von Aquakulturaktivitäten betroffenen Gemeinschaften zu schützen. Unabhängig von Land und Unternehmen stellt die ASC-Zertifizierung strenge Anforderungen, die auf den Grundprinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) basieren. Nachstehend einige Beispiele:

  • Effektive Abschaffung der Kinderarbeit – Kinderarbeit ist auf ASC-zertifizierten Farmen streng verboten.
  • Beseitigung der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf – Um sicherzustellen, dass auf ASC­zertifizierten Farmen keine Diskriminierung (gleich welcher Art) vorkommt, müssen Arbeitgeber über eine offizielle Antidiskriminierungsrichtlinie, eine Richtlinie für gleichen Lohn für gleiche Arbeit sowie klar definierte Verfahren bezüglich des Einreichens und Bearbeitens von Diskriminierungsbeschwerden verfügen.
  • Beseitigung aller Formen von Zwangs- oder Pflichtarbeit – Zwangsarbeit wie Sklaverei, Schuldknechtschaft und Menschenhandel ist ein ernstes Problem. Alle ASC-zertifizierten Farmen müssen sicherstellen, dass ihre Arbeitsverträge klar und verständlich formuliert sind, dass ihre Beschäftigten fair entlohnt werden und das Arbeitsverhältnis jederzeit beenden können, ohne in ihrem finanziellen und persönlichen Wohlergehen bedroht zu werden.
  • Freiheit Gewerkschaften zu gründen und die effektive Anerkennung des Rechts zu Kollektivverhandlungen – Die Freiheit, Gewerkschaften beizutreten und zu gründen und Kollektivverhandlungen zu führen, ist ein entscheidendes Arbeitnehmerrecht, da es ihnen ermöglicht, bei Themen wie Löhnen und Arbeitsbedingungen mitzureden.

Darüber hinaus trägt die Zertifizierung nach den ASC-Standards dazu bei, folgende Aspekte sicherzustellen:

 

Gesundheitsschutz und Sicherheit in Farmen
Farmen müssen für eine sichere Arbeitsumgebung sorgen und Schulungen zum Thema Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz durchführen. Wenn ein Unfall passiert, muss dieser aufgezeichnet und eingehend untersucht werden und es müssen entsprechende Präventivmaßnahmen ergriffen werden. Arbeitgeber müssen zudem belegen, dass ihre Arbeitnehmer versichert sind und dass die Versicherung im Falle eines Arbeitsunfalls 100 Prozent der entstehenden Kosten übernimmt.

Faire Entlohnung und Verträge
Farmen müssen belegen, dass sie nicht nur den Mindestlohn zahlen, sondern darum bemüht sind, ihre Löhne an die Erfüllung der Grundbedürfnisse anzupassen. Dazu müssen sie ein transparentes System für die Lohnfestsetzung sowie die Lösung von Arbeitskonflikten vorlegen. Darüber hinaus müssen die Verträge Transparenz zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gewährleisten und dürfen nicht dazu verwendet werden, die Zahlung von Leistungen zu umgehen oder andere Rechte vorzuenthalten.

Konsultation mit Gemeinschaften
Farmen müssen sich mit den Sorgen und Bedenken, die in den Gemeinschaften rund um die Farm auftreten – einschließlich indigener Gemeinschaften – sowie mit allgemeinen Bedenken hinsichtlich des Farmbetriebs auseinandersetzen.

Faire Beschwerde- und Disziplinarverfahren
Unternehmen müssen über eine klare Richtlinie zur Lösung von Arbeitskonflikten verfügen, die sicherstellt, dass Arbeitnehmerbeschwerden auf vertrauliche Weise eingelegt, bearbeitet und geklärt werden. Darüber hinaus darf eine zertifizierte Farm niemals mit Drohungen verbundene, demütigende oder bestrafende Disziplinarverfahren anwenden, die sich negativ auf die physische und geistige Gesundheit oder die Würde eines Arbeitnehmers auswirken. Lohn- oder andere finanzielle Kürzungen sind als Disziplinarmaßnahme ebenso unzulässig.

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